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Wechseljahre im Herbst: Warum Kälte, Dunkelheit und Stress Beschwerden verstärken können

13 hours ago
6 min read

Nebel am Morgen, kurze Tage, Kälte und immer weniger Licht. Und plötzlich fühlt sich auch der eigene Körper anders an.


Frau in den Wechseljahren blickt an einem nebligen Herbstmorgen aus dem Fenster

Der Herbst ist da.

Morgens ist es noch dunkel, wenn der Wecker klingelt. Vor dem Fenster liegt Nebel, manchmal lässt sich die Sonne den ganzen Tag nicht blicken und am späten Nachmittag wird es bereits wieder dunkel.

Und vielleicht merkst du gerade auch an deinem Körper, dass sich etwas verändert.


Du schläfst schlechter, bist schneller müde, deine Schultern sind verspannter oder deine Gelenke fühlen sich steifer an.

Vielleicht hast du weniger Energie. Vielleicht bist du empfindlicher oder gereizter als früher. Oder du merkst einfach, dass dein Körper nicht mehr auf dieselbe Weise auf Stress, Schlafmangel oder körperliche Belastung reagiert.

Und dann kommt schnell die Frage:

Liegt das am Herbst? Oder sind es die Wechseljahre?

Vielleicht lässt sich beides gar nicht so einfach voneinander trennen.

Denn wenn sich im Körper gerade ohnehin vieles verändert, können auch die Veränderungen der Jahreszeit stärker spürbar werden.

Und ich schreibe diesen Artikel nicht nur als Masseurin.

Ich befinde mich selbst in dieser Lebensphase.

Deshalb beobachte ich diese Veränderungen heute anders als früher. Ich achte mehr auf meinen eigenen Körper und merke, wie stark innere und äussere Veränderungen zusammenspielen können.

Ich glaube, viele Frauen kennen dieses Gefühl: Wir machen weiter, kümmern uns um andere, arbeiten, organisieren und funktionieren und irgendwann merken wir, dass unser eigener Körper plötzlich mehr Aufmerksamkeit verlangt.


Perimenopause und Menopause: Was verändert sich?

Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor der Menopause. In dieser Zeit verändert sich der Hormonhaushalt und die Hormonspiegel können stärker schwanken.

Das kann bereits Jahre vor der letzten Menstruation beginnen.

Der Zyklus verändert sich. Der Schlaf wird unruhiger. Hitzewallungen können auftreten. Stimmung und Energie können schwanken. Manche Frauen bemerken plötzlich Muskel- oder Gelenkbeschwerden, obwohl sie früher kaum Probleme damit hatten.

Und manchmal ist es gar nicht ein einzelnes Symptom.

Es ist eher dieses Gefühl:

„Irgendwie fühlt sich mein Körper anders an.“

Die Menopause selbst ist dabei ein bestimmter Zeitpunkt innerhalb dieses Übergangs. Sie ist rückblickend erreicht, wenn zwölf Monate lang keine Menstruation mehr aufgetreten ist.

Aber unabhängig davon, wo eine Frau gerade genau steht, bleibt eines:

Der Körper verändert sich.

Und wir dürfen lernen, anders mit ihm umzugehen.


Wechseljahre im Herbst: Wenn mehrere Veränderungen zusammenkommen

Vielleicht fällt dir im Sommer vieles leichter.

Du bist mehr draussen. Du bewegst dich mehr. Es gibt mehr Tageslicht und die Tage fühlen sich oft leichter an.

Dann kommt der Herbst.

Morgens ist es kalt. Der Spaziergang fällt aus, weil es regnet. Man verbringt mehr Zeit drinnen. Und wenn der Himmel tagelang grau bleibt, fehlt manchmal auch die Motivation.

Dabei kann gerade jetzt Bewegung und Tageslicht besonders wichtig sein.

Natürlich macht nicht jeder graue Herbsttag müde oder traurig. Aber wenn du bereits schlecht schläfst, weniger Energie hast oder dich körperlich angespannt fühlst, kann sich diese Jahreszeit zusätzlich bemerkbar machen.

Nicht weil der Herbst die Wechseljahre verursacht.

Sondern weil mehrere Veränderungen gleichzeitig stattfinden.

Die hormonelle Umstellung kann beispielsweise Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden begleiten.

Und wenn dann noch kurze Tage, wenig Bewegung, Kälte oder beruflicher und familiärer Stress dazukommen, kann sich das eigene Körpergefühl einfach schwerer anfühlen.


Bewegung und Tageslicht im Herbst

Warum sich Verspannungen und Gelenkbeschwerden jetzt stärker anfühlen können

Wenn uns kalt ist, ziehen wir häufig ganz automatisch die Schultern hoch.

Wir bewegen uns weniger.

Wir sitzen mehr.

Vielleicht schlafen wir schlechter und haben gleichzeitig mehr Stress.

All das kann sich in unserem Körper bemerkbar machen.

Nacken und Schultern werden fest. Der Rücken fühlt sich verspannt an. Die Beine wirken schwerer. Gelenke können sich steifer anfühlen.

Gerade Muskel- und Gelenkbeschwerden gehören zu den Beschwerden, von denen Frauen in den Wechseljahren häufig berichten.

Und wenn zusätzlich Schlafmangel und Stress dazukommen, kann sich die körperliche Belastung noch stärker anfühlen.

Ich merke bei mir selbst, wie wichtig es geworden ist, diese kleinen Signale früher wahrzunehmen.

Nicht erst dann, wenn der Körper laut wird.

Sondern schon dann, wenn ich merke:

Heute brauche ich etwas mehr Ruhe.

Heute tut mir Bewegung gut.

Heute brauche ich Wärme.



Self-Care in den Wechseljahren ist kein Luxus

Ich glaube, wir Frauen müssen lernen, Selbstfürsorge nicht als Luxus oder Belohnung zu betrachten.

Wir kümmern uns um Kinder, Partner, Familie, Beruf und tausend andere Dinge.

Und oft funktioniert das auch erstaunlich lange.

Bis der Körper irgendwann sagt:

„Jetzt bin ich dran.“

Für mich bedeutet Self-Care deshalb nicht, jeden Tag ein perfektes Wellnessprogramm zu machen.

Es kann etwas ganz Einfaches sein.

Genügend schlafen.

Nach draussen gehen, auch wenn der Himmel grau ist.

Den Körper bewegen.

Krafttraining machen.

Eine Pause machen, bevor man völlig erschöpft ist.

Etwas Warmes trinken.

Eine Wärmflasche nehmen.

Oder sich eine Massage gönnen.

Nicht erst dann, wenn der Nacken so verspannt ist, dass jede Bewegung unangenehm wird.

Sondern einfach, weil dein Körper Aufmerksamkeit verdient.


Selbstfürsorge in den Wechseljahren mit Wärme und Ruhe

Und was ist mit den Menschen um uns herum?

Darüber wird meiner Meinung nach viel zu wenig gesprochen.

Denn die Wechseljahre finden nicht im luftleeren Raum statt.

Wir leben weiterhin mit unserem Partner, unseren Kindern, unserer Familie und Freunden zusammen. Wir arbeiten mit anderen Menschen und haben unseren ganz normalen Alltag.

Wenn wir schlecht schlafen, Schmerzen haben oder emotional empfindlicher sind, kann unsere Geduld schneller aufgebraucht sein.

Für die Menschen um uns herum ist aber oft gar nicht sichtbar, was gerade in uns passiert.

Deshalb kann es helfen, darüber zu sprechen.

Nicht kompliziert und nicht dramatisch.

Manchmal reicht ein einfacher Satz:

„Ich merke gerade, dass sich in meinem Körper einiges verändert. Ich schlafe schlechter und bin deshalb manchmal schneller erschöpft oder gereizt. Das hat nicht unbedingt etwas mit dir zu tun.“

Das kann bereits viel verändern.

Denn manchmal brauchen wir keine Lösung.

Manchmal brauchen wir einfach Verständnis.

Und auch das gehört für mich zu Self-Care: ein Umfeld zu schaffen, in dem wir nicht ständig so tun müssen, als wäre alles wie immer.


Wann solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen?

So wichtig Selbstfürsorge ist: Nicht jedes neue Symptom sollte einfach auf die Wechseljahre geschoben werden.

Wenn Beschwerden neu, stark oder anhaltend sind oder deinen Alltag deutlich beeinträchtigen, ist eine professionelle Abklärung sinnvoll.

Das gilt zum Beispiel bei sehr starken oder ungewöhnlichen Blutungen, anhaltenden Schlafproblemen, ausgeprägten Stimmungstiefs, starker Angst, ungewöhnlichen Schmerzen oder anderen Beschwerden, bei denen du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt.

Eine Hausärztin, ein Hausarzt oder eine Gynäkologin beziehungsweise ein Gynäkologe kann gemeinsam mit dir anschauen, was hinter den Beschwerden steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten für dich sinnvoll sind.

Self-Care bedeutet manchmal auch, sich professionelle Hilfe zu holen.

Eine Massage kann begleiten.

Sie ersetzt aber keine medizinische oder gynäkologische Abklärung.


Wie kann therapeutische Massage in den Wechseljahren unterstützen?


Therapeutische Massage für Nacken und Schultern in meiner Massage-Praxis in Berg TG

Die hormonellen Veränderungen kann ich natürlich nicht wegmassieren.

Aber ich kann dich dabei unterstützen, dich in deinem Körper wieder wohler zu fühlen.

Wenn Stress, Schlafmangel und körperliche Anspannung zusammenkommen, entsteht schnell ein Kreislauf.

Man schläft schlecht, ist müde, bewegt sich weniger und hält gleichzeitig mehr Spannung im Körper.

Genau hier kann therapeutische Massage in den Wechseljahren eine wohltuende Unterstützung sein.

Je nachdem, was du mitbringst, arbeite ich mit klassischer therapeutischer Massage, manuellen Techniken, myofaszialen Techniken oder Triggerpunktarbeit.

Bei schweren oder müden Beinen kann eine manuelle Lymphdrainage angenehm sein.

Und manchmal braucht es gar nicht so viel.

Manchmal tut Wärme gut.

Manchmal Ruhe.

Manchmal einfach eine Stunde, in der niemand etwas von dir möchte.

Gerade im Herbst und Winter kann deshalb auch eine Hot-Stone-Massage eine schöne Möglichkeit sein, dem Körper Wärme und Entspannung zu geben.

Nicht als Behandlung der Menopause.

Sondern als Unterstützung für dein körperliches Wohlbefinden.



Vielleicht müssen wir unseren Körper nicht bekämpfen

Je mehr ich diese Lebensphase selbst erlebe, desto mehr glaube ich, dass es nicht darum geht, den Körper wieder so zu machen wie früher.

Unser Körper ist nicht unser Gegner.

Er verändert sich.

Und vielleicht dürfen wir uns ebenfalls verändern.

Vielleicht müssen wir nicht mehr alles aushalten.

Vielleicht dürfen wir früher eine Pause machen.

Mehr auf unseren Schlaf achten.

Unseren Körper regelmässig bewegen.

Unterstützung annehmen.

Den Menschen um uns herum sagen, was gerade mit uns passiert.

Und uns selbst genauso viel Aufmerksamkeit schenken, wie wir sie anderen geben.

Der Herbst erinnert uns jedes Jahr daran, dass Veränderung etwas ganz Natürliches ist.

Die Natur zieht sich zurück, die Tage werden kürzer und alles wird etwas ruhiger.

Vielleicht ist das auch für uns eine gute Gelegenheit, ein wenig langsamer zu werden und genauer hinzuhören.

Wechseljahre im Herbst


Was braucht mein Körper gerade?

Vielleicht ist die Antwort Bewegung.

Vielleicht Wärme.

Vielleicht Ruhe.

Vielleicht ein Gespräch.

Vielleicht eine Ärztin.

Und vielleicht einfach eine Stunde, in der du nichts leisten musst.


Wenn du in der Perimenopause oder in den Wechseljahren merkst, dass Verspannungen, Schmerzen, schwere Beine oder körperlicher Stress dich zunehmend belasten, kann therapeutische Massage eine sinnvolle Ergänzung sein.

In meiner Praxis in Berg TG nehme ich mir Zeit, deine aktuelle Situation anzuschauen und die Behandlung individuell darauf abzustimmen.



Du musst nicht warten, bis dein Körper dich zum Anhalten zwingt.

Termin in meiner Praxis in Berg TG online buchen oder mich per WhatsApp kontaktieren.



Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder gynäkologische Beratung. Bei neuen, starken oder anhaltenden Beschwerden empfehle ich eine professionelle medizinische Abklärung.

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